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Auf die Deutsche Telekom ist der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) nicht gut zu sprechen. In dem Verband sind etliche Wettbewerber des ehemaligen Monopolisten zusammengeschlossen. Erst in der vergangenen Woche hatte der BREKO davor gewarnt, dass die Telekom raus aus der Regulierung will und sich damit der Kontrolle durch die Bundesnetzagentur entziehen möchte. Die Regulierungsbehörde sieht die Telekom jedoch noch immer als marktbeherrschend an. Der BREKO wirft dem Bonner Konzern nun eine Blockierung des Breitbandausbaus vor.
Erschwerter Zugang zu Schaltverteilern
Im März dieses Jahres hatte die Netzagentur verfügt, dass die Telekom ihre Schaltverteiler auch für Wettbewerber öffnen müsse. Die Schaltverteiler werden an bestimmten Orten vor den Verzweigungen der Hauptleitung in die Kabelverzweiger errichtet. Dieser Zugang würde laut BREKO immer noch erschwert. Die Haltung der Telekom sei ein "völlig überflüssiges Störmanöver". Für die in dem Verband organisierten über 30 alternativen Provider sei ein wirtschaftlicher Ausbau des Breitbandnetzes in ländlichen Gebieten daher nicht möglich.
BREKO will neuen Zugangsantrag bei der Netzagentur stellen
"Mit dem Netzausbau zum Schaltverteiler könnten viele unserer Mitgliedsunternehmen beim Breitbandausbau auf dem Lande richtig Gas geben", so Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO. "Das Konzept des Schaltverteiler-Zugangs passt genau für die Gegenden, in denen die Deutsche Telekom selbst gar nicht investieren will!", so Albers weiter. Die von der Telekom - selbst auf Nachfrage - gelieferten Details zu den Schaltverteilern seien aber völlig unbrauchbar. "Mit den bisher bereitgestellten Informationen durch die Telekom können wir nicht zuverlässig prüfen, ob ein Zugang zum Schaltverteiler sinnvoll oder überhaupt möglich ist," kritisiert auch Michael Bergeritz, Geschäftsführer von eifel-net. Die Telekom-Wettbewerber planen nun, bei der Bundesnetzagentur einen weiteren Antrag auf Zugang zu den Schaltverteilern zu stellen.
Telekom weist Vorwürfe zurück
Ein Sprecher der Deutschen Telekom äußerte auf Anfrage von onlinekosten.de Unverständnis über die Vorwürfe des BREKO: "Sie sind völlig unbegründet". Die Netzagentur hätte im Frühjahr eindeutig die Verpflichtungen für die Telekom festgelegt und daran halte sich der Konzern. Die Schaltverteiler müssten zudem erst noch errichtet werden. Die Telekom ist verpflichtet diese auf Antrag von Wettbewerbern einzurichten. Gegen die Entscheidung der Netzagentur hätte der Ex-Monopolist nur geklagt, da er den Großteil der Kosten für die Realisierung der Schaltverteiler übernehmen sollte. Die Telekom würde die Informationen zu den Schaltverteilern innerhalb bestimmter Fristen liefern, die so auch von der Netzagentur vorgesehen seien. Der Sinn hinter dem geplanten neuen Zulassungsantrag der BREKO-Mitglieder bei der Bundesnetzagentur erschloss sich dem Telekom-Sprecher nicht. Schließlich seien alle Verpflichtungen bereits heute verbindlich festgelegt.
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