Presse - Mit Highspeed ins Internet

Funk-DSL-Richtfunkstrecke zur Hohen Warte auf Wohngebäude in Betrieb genommen

 von Hartmut Schulze - Freies Wort

Martinroda - Ohne einen schnellen Internetzugang kommen Nutzer des weltweiten Datennetzes heute kaum noch aus. Viele Angebote wie beispielsweise die Videotelefonie über Internet benötigen einen Zugang mit größerer Bandbreite, um ruckelfreie Bilder zu gewährleisten. War für die Martinrodaer Einwohner bisher nur eine DSL-Bandbreite von höchstens 1,5 Megabit pro Sekunde über die Telefonleitung möglich, könnte sich das bald für den ganzen Ort ändern.
Einen kompetenten Partner hat Bürgermeister Günther Hedwig in der Firma Ilm-Provider gefunden. Die kleine Firma aus Frankenhain hat in Frankenhain schon vor eineinhalb Jahren Funk-DSL eingerichtet. Mittlerweile zählt die Firma schon 35 Ortschaften mit etwa 1200 Kunden zu ihren WDSL-Nutzern. „Unsere geschäftlichen Erwartungen haben sich damit schon erfüllt", erklärte Christian Knöfel (Ilm-Provider), „von Bad Berka bis Luisenthal und von Pennewitz bis Marlishausen versorgen wir mit WDSL." Mit dem erhaltenen Förderbescheid der Thüringer Aufbaubank kann sich das Unternehmen jetzt sogar vergrößern und weitere Leute einstellen. „Das ermöglicht uns den weiteren Ausbau der Saalfelder Höhe und der Anbindungen von Pennewitz und Königsee."

Derzeit ist man auch im Nachbarort Angelroda aktiv. Dort wird über gerade die Antennenanlage ein Highspeed-Anschluss vorbereitet. „Derzeit sind schon zehn Kunden angeschlossen", erklärte Knöfel gestern, „und wenn die nächsten Anschlussgeräte geliefert werden, kommen weitere Kunden hinzu." Über die Antennenanlage können bis zu 32 Megabit pro Sekunde angeboten werden.


Derzeit ist auf dem Dach des Mehrfamilien-Wohngebäudes „Am Gries" in Martinroda bereits eine Richtfunkantenne installiert. Diese Antenne ähnelt einer kleinen Satellitenantenne. Mit der, Funkverbindung zur Hohen Warte können dort ab sofort 16 Teilnehmer WDSL nutzen. „Je nach Wunsch können wir hier eine Bandbreite bis zu acht Megabit pro Sekunde garantieren", so Christian Knöfel. An der Vor-Ort-Beratung in Martinroda nahm auch der Vorsitzende der Antennengemeinschaft Martinroda, Martin Sauerbrey, teil. „Von unseren Mitgliedern gab es auch schon einige Anfragen, über die Antennenleitungen Internetanschluss mit größerer Bandbreite einzurichten", so Sauerbrey, „wir haben das aber bisher abgelehnt, weil die Bedingungen noch unklar waren, das sieht aber jetzt schon anders aus."
„Über das Antennenkabel könnte auch in Martinroda eine Bandbreite bis zu 32 Megabit pro Sekunde angeboten werden", so Christian Knöfel gestern, „es gab auch schon weiterführende Gespräche."

- 18.04.2010 17:20:00